Uns ist bekannt, dass im „Netz Essen Onkologie“, das durch einen Vertragsabschluss im Rahmen der Integrierten Versorgung zustande gekommen ist, ein Patienten-Scout eingesetzt wird. Einerseits sollen hier Patienten einheitlich und koordiniert behandelt werden. Dies geschieht durch definierte Behandlungspfade und eine Kooperation zwischen ambulantem und stationärem Bereich. Andererseits steht den Kranken ein so genannter Patienten-Scout zur Seite, der sie unterstützt.
Damit der onkologische Patient nicht unkoordiniert von mehreren Leistungserbringern behandelt wird, soll diese Koordination zukünftig der Patienten-Scout übernehmen. Der Patienten-Scout hat weiterhin die Aufgabe, den Krebspatienten auf seinem Behandlungsweg zu begleiten, bei der Hilfsmittelbeschaffung und bei Anträgen zu helfen, ihn zu entlasten.
Er ist der ‚Kümmerer‘, der ein Ohr für die Sorgen und Nöte des Patienten hat.
Am „Netz Essen Onkologie“ sind die Kliniken Essen-Mitte, das Alfried-Krupp-Krankenhaus und das ambulante Tumorzentrum GbR beteiligt. Der Vertragsabschluss erfolgte mit neun gesetzlichen Krankenkassen, darunter AOK, Bundesknappschaft, IKK und mehreren Betriebskrankenkassen. Rund 270 000 Essener sind bei den teilnehmenden Kassen versichert. 1 600 werden jährlich aufgrund eines Krebsleidens stationär behandelt. Im Projekt eingeschlossen sind Tumorerkrankungen des Gastrointestinaltraktes, der Mamma, des Bronchialsystems, der Prostata, der Harnblase und Non-Hodgkin-Lymphome.
Mai 2006 Druckversion | Fenster schließen